Aktuelle Informationen

 

07.06.2018 – Anwohner fürchten Lärm und Staub

 

Unter dieser Überschrift berichtet der Kölner Stadtanzeiger In der Ausgabe vom 7. Juni über eine Ende Mai vom Bürgerverein „für Sürth“ organisierte Informationsveranstaltung mit Vertretern des Schrotthändlers Steil über dessen für 2020 geplanten Umzug nach Godorf. 

Den Artikel von Ulrike Süsser, die über Ereignisse im Kölner Süden berichtet, finden Sie hier.

Folgend kurze Hinweise auf die brisantesten Themen.

Die beiden Vertreter der Geschäftsführung betonten, dass laut eigener Gutachten die gesetzlichen Richtwerte in puncto Schall, Staub, Umweltbelastung für die Nachbarn, für Pflanzen, Tiere und Wasser nicht überschritten würden. Die Frage „Wird es für uns lauter werden oder nicht“ wurde laut KStA beantwortet mit „In der subjektiven Wahrnehmung ja, laut Lärmgutachten nein“!!

Vorgebracht wurde die Sorge der Godorfer über die Belastung durch den zusätzlichen LKW-Verkehr – täglich etwa 32 Lastwagen. Zu befürchten sei, dass statt der vorgesehenen Abfahrt-Route über Industriestraße und Kiesgrubenweg zur Autobahn die LKW-Fahrer die kürzere Strecke über die Bunsenstraße und durch Godorf zur Autobahn nehmen werden.

Ein Vertreter der Bürger-Initiative Hochwasser Rodenkirchen habe erläuterte, die neuen Anlagen würden die Strömung des Rheins bei Hochwasser beeinflussen. Es könne zur Überflutung der angrenzenden Shell Raffinerie bis in den Hahnwald und in die westlichen Bereiche von Sürth führen. 

 

01.06.2018 - Gute Nachricht für Godorf: EDEKA kommt zurück

Uns hat die folgende Information von EDEKA über Pläne zur Modernisierung des Marktes in Godorf erreicht:

Voraussetzungen für neuen EDEKA in Godorf geschaffen

Moers / Köln, 28. Mai 2018. Die EDEKA Rhein-Ruhr plant den Neubau eines modernen EDEKA-Marktes in Godorf, Godorfer Hauptstraße 6, und hat dafür nun wichtige Voraussetzungen geschaffen. Der bisherige Markt war Ende 2017 aufgrund seines baulichen Zustands geschlossen worden.

Eine Modernisierung des Marktes wird möglich, weil sich die EDEKA mit dem Nachbarn Shell über die Nutzung einzelner Grundstücksflächen auf dem Gelände des zukünftigen Marktes verständigen konnte. "Allen, die dazu beigetragen haben, danken wir. EDEKA Rhein-Ruhr und Shell haben eine Vereinbarung getroffen, die uns langfristig Sicherheit für die Nutzung des gesamten Areals bietet", so EDEKA Rhein-Ruhr Sprecher Gerd Koslowski. Dr. Thomas Zengerly, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie begrüßt die Nachricht: "Wir haben uns für eine dauerhafte Lösung für die Nachbarschaft unseres Werkes eingesetzt. Ich bin optimistisch, dass wir dies nun gemeinsam mit EDEKA gefunden haben".

Die Pläne für den neuen Markt werden derzeit unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen erarbeitet und ein Bauantrag soll möglichst bald bei der Stadt Köln zur Genehmigung eingereicht werden. Der Supermarkt soll eine zeitgerechte und attraktive Verkaufsfläche aufweisen, auf der Frische, Qualität und Service mit einem breiten Sortiment im Vordergrund stehen werden. Damit kann die Nahversorgung der Anwohner im Stadtteil langfristig gesichert werden.

Ein EDEKA-Markt an der Godorfer Hauptstraße wird laut Aussage des Bürgervereins Goding schmerzlich vermisst. Der Supermarkt am Ortsrand sei zu Fuß gut zu erreichen gewesen, schrieben die Vereinsmitglieder auf ihrer Webseite bereits im September 2017. Weiter heißt es: "Deshalb bleibt zu hoffen, dass nach Schließung und Abriss an dieser Stelle ein modernes und attraktives Lebensmittelgeschäft neu angesiedelt wird."

 

13.04.2018 - GODING im Dialogforum Rheinspange vertreten

 

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat ein Beteiligungskonzept für die Rheinspange 553 veröffentlicht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Planungsraum können sich um einzelne Plätze im Dialogforum bewerben, und somit die Planung der Rheinspange 553 aktiv mitgestalten. 

Die Bewerbung von GODING Beiratsmitglied Theo Krümmel wurde positiv entschieden, damit ist GODING im Dialogforum vertreten und kann einen aktiven Beitrag im Dialog zur Planung einer neuen Rheinquerung leisten. Über aktuelle Entwicklungen in Sachen Rheinspange wird Theo Krümmel die Godorfer auf dem Laufenden halten. 

 

Weitere Informationen: www.rheinspange.nrw.de

 

 

21.03.2018 – Trinkwasserqualität in Köln

Ein Bericht von GODING Beiratsmitglied Chr. Stahl

Während des letzten Nachbarschaftstreffens bei der LyondellBasell im Dezember 2017 war die Belastung des Grundwassers im Kölner Süden durch Perfluorierte Tenside (PFT) eines der meistdiskutierten Themen. Dabei wurde die Bitte geäußert, beim nächsten Treffen einen Vertreter der RheinEnergie AG einzuladen, der die Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserqualität genauer darstellt. 

In Absprache mit der RheinErnergie AG und dem Umweltamt der Stadt Köln folgte LyondellBasell mit einer gesonderten Infoveranstaltung zur Trinkwasserqualität im Wasserwerk Hochkirchen am 14. März, an der auch Vertreter von GODING teilnahmen. 

Ein Mitarbeiter der Rheinenergie AG erläuterte detailliert, wie das Wasserwerk Hochkirchen die Qualität des Trinkwassers sicherstellt. Im Anschluss konnten Fachleuten der RheinEnergie AG, des Umwelt- und Gesundheitsamtes der Stadt Köln, sowie der Bezirksregierung Fragen gestellt werden. Im Anschluss wurde eine Führung durch das Wasserwerk Hochkirchen angeboten.

Zur Kölner Trinkwasserqualität zwei Dokumente der RheinErnergie

Perfluortenside (PFT) in Trinkwässern

Trinkwasseranalyse 2018 Köln

 

 

Erste Arbeiten für den Bau der Schrottre-cyclingfirma Theo Steil haben begonnen - Bäume wurden gefällt (Foto Süsser)

 

 

 

 

 

21.03.2018 - Neue Heimat für Schrott im Kölner Süden 

Der Kölner Stadtanzeiger widmet erneut einen Beitrag, Autorin Ulrike Süsser, zur Ansiedlung des Schrotthändlers Steil in Godorf.

Umsiedlung der Schrottrecyclingfirma Theo Steil vom Deutzer in den Godorfer Hafen beunruhigt Sürther und Godorfer

Die geplante Umsiedlung der Schrottrecyclingfirma Theo Steil vom Deutzer in den Godorfer Hafen lässt den betroffenen Bürgern in Godorf und Sürth keine Ruhe (der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete). Sie beklagen sich über zu wenig Information und fühlen sich übergangen. "Wir werden die Niederlassung hier wohl nicht verhindern können", sagt Anwohner Gerd Conrads. Aber die Bürger sollten wenigstens Bescheid wissen und möglichst mitreden können, wenn es zum Beispiel um den Schallschutz gehe. Conrads hat aktuell einen Antrag gemäß dem nordrhein-westfälischen Informationsfreiheitsgesetz an Oberbürgermeisterin Henriette Reker gestellt und Zugang zu den vorhandenen Informationen beantragt. 

Der Umzug der Firma ist für 2020 angepeilt. Sie will sich im Hafengelände auf einer rund 14 000 Quadratmeter großen Fläche am Sürther Leinpfad niederlassen. Das Grundstück hat die Häfen und Güterverkehr AG (HGK) angeboten. In dem Bereich wurde bisher Sand verladen, das soll jetzt an einer anderen Stelle stattfinden. Die Bewohner von Godorf und Sürth befürchten durch den neuen Betrieb erhebliche Belästigungen durch zusätzlichen Schwerlastverkehr, Lärm, Staub und Dauerbeleuchtung durch die geplante Flutlichtanlage. Entsprechende Gutachten über die Emissionen lägen vor, sagt Gerd Conrads. Aber bislang seien die zukünftigen Nachbarn darüber nicht zufriedenstellend informiert worden. Die Anwohner würden stattdessen "vor vollendete Tatsachen gestellt", kritisiert Theo Krümmel von der Godorfer Interessengemeinschaft Goding. Ein erster Infotermin habe in der Nachbarstadt Wesseling am Vormittag stattgefunden, wenn Berufstätige kaum daran teilnehmen könnten. 

Bei einem weiteren, vorher nicht angekündigten Vortrag der Firma Steil im Rahmen einer Sürther Bürgerveranstaltung zu einem anderen Thema sei keine Diskussionsrunde zugelassen worden. "Viele betroffene Anwohner haben von dem Termin nichts gewusst", sagt Gerd Conrads. Auch sei bislang offiziell kein Datum für die Offenlage der Planunterlagen bekanntgegeben worden; Anwohner vermuten Ende März. Die Bezirksvertretung Rodenkirchen hatte Anfang Dezember mit einem CDU-Antrag bei der Verwaltung um Auskunft zum Stand der Planungen gebeten. Sie wollte auch wissen, wie betroffene Anwohner der südlichen Stadtteile, wie die Bezirkspolitik und der Rat an dem Umsiedlungs-Verfahren beteiligt werden sollen. Dafür zuständig ist letztlich die Bezirksregierung. Eine Antwort dazu hat die Verwaltung bislang nicht vorgelegt.

Was geplant ist

Verwertung, Umschlag und Lagerung von Eisen- und Nichteisenschrott sind in der neuen Anlage der Schrottrecycling-Firma Theo Steil im Godorfer Hafen vorgesehen. Geplante Betriebszeiten sind von sechs bis 22 Uhr. Schrottschere, Schrottpresse, Schienenbrecher und Waggonzerleger sollen von 7 bis 20 Uhr eingesetzt werden. Der Betriebs-Standort befindet sich neben dem ursprünglich geplanten Erweiterungsareal für den Godorfer Hafen. Es gibt Befürchtungen, dass die Ansiedlung in Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Hafenbeckens stehen könnte, den Hafengegner seit Jahrzehnten verhindern wollen. Laut gültigem Ratsbeschluss von CDU und Grünen soll der Godorfer Hafen allerdings nicht ausgebaut werden. (süs)

 

Fotos: Wächter

02.03.2018 - Schrottverwerter zieht um Godorfer fürchten mehr Lärm und Dreck

Der folgende Artikel von Susanne Wächter stammt aus der Kölnischen Rundschau vom 2.03.2018

Quelle: https://www.rundschau-online.de/29808914 ©2018

Dass der Schrott-Recycler Theo Steil vom Deutzer Hafen in den Godorfer Hafen ziehen wird, steht für das Unternehmen und die HGK fest (die Rundschau berichtete). Beide Flächen gehören der HGK und die hat dem Unternehmen für den Godorfer Hafen eine Fläche angeboten. Das letzte Wort hat aber die Bezirksregierung. Eine entsprechende Beantragung wird jetzt auf den Weg gebracht. Der Umzug ist für 2020 angepeilt.

Für die Anwohner in Godorf aber auch Sürth ist dies ein typisches Beispiel, dass Anwohner „vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, sagt Theo Krümmel von der Godorfer Interessengemeinschaft Goding. Er empfindet das gesamte Vorgehen als „schwammig“ und bislang wenig gelungen. Da sei zum Beispiel die Informationsveranstaltung gewesen, die die Firma in Wesseling hat stattfinden lassen. Auch angekündigt wurde diese in den dortigen Lokalmedien. Godorfer, Sürther und Rodenkirchener erfuhren nur durch Zufall von der Veranstaltung, die außerdem um 11 Uhr am Vormittag stattfand.

Niemand, der viele Bürger und vor allem Anwohner erreichen wolle, lege seine Informationsveranstaltung in die Vormittagsstunden, ärgern sich die Vorstandsmitglieder der Godorfer Interessengemeinschaft. Auch von ihnen war nur ein Bruchteil vor Ort.

Ähnlich sieht es der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen, Dieter Maretzky. Für ihn ist die Ansiedlung der Firma im Godorfer Hafengelände eine Flächenerweiterung des Hafens durch die Hintertür. Eine Befürchtung auch des Bürgervereins „Für Sürth“. Die drei Interessenvertretungen stehen in Kontakt. Sie wollen gemeinsam das Geschehen verfolgen. „Wir sind kampfbereit“, sagt etwa Maretzky.

Ein wenig moderater gibt sich Manfred Giesen, zweiter Vorsitzende der Bürgerinitiative „Für Sürth“. Er plädiert dafür, erst einmal abzuwarten, welche Ergebnisse die Gutachten liefern und wie die Firma in Godorf genau arbeiten will.

In der Firma Theo Steil kann niemand die Aufregung so ganz verstehen. Dass man in Wesseling informierte, habe einen ganz einfachen Grund, wie die Assistentin der Geschäftsführung Jennifer Driesch der Rundschau auf Nachfrage sagt. „Die Veranstaltung fand im Hotel am Rhein in Wesseling statt. Dass wir es dort abhielten, hatte lediglich damit zu tun, dass wir vorab nicht einschätzen konnten, wie viele Interessierte kommen werden und Godorf unseres Wissens keinen vergleichbaren Versammlungsort hat“, sagt Driesch. Außerdem habe eine weitere Kurzinformation im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins „Für Sürth“ in Sürth stattgefunden. Ob es eine weitere Information geben soll, konnte sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Aber das Schrottverwertungsunternehmen will transparent sein. Auf seiner Firmenwebseite informiert die Theo Steil GmbH über das Vorhaben in Godorf. Pressemitteilungen sowie das Protokoll der Wesselinger Veranstaltung sind dort hinterlegt. Später sollen weitere Informationen folgen.

In den vergangenen Wochen beauftragte Steil nach eigenen Angaben verschiedene renommierte Ingenieurbüros mit der Erstellung benötigter Gutachten. Darin geht es um verschiedene Emissionswerte zu Lärm und Luft. Notwendig sind die Gutachten für den Bauantrag auf dem Gelände. Die Ergebnisse liegen zurzeit noch nicht vor, wie Driesch sagt.

Theo Krümmel und Dietmar Wurzel von der Godorfer Interessengemeinschaft sind skeptisch, auch weil das Unternehmen im Godorfer Hafen in unmittelbarer Nähe von giftigen Chemikalien beheimatet sein wird. „Ist das nicht gefährlich?“, fragt Wurzel, der außerdem fürchtet, dass der Ort noch mehr Lkw-Verkehr verkraften muss. Schon jetzt würden etwa 800 Mehrtonner von der Shell über die umliegenden Straßen fahren.

Wurzel und Krümmel fürchten nicht nur Lärm, den das Unternehmen durch Schrottpressen und andere Gerätschaften verursachen kann, sie fürchten auch die metallischen Stoffe, die durch die Arbeitsprozesse freigesetzt und vielleicht durch den Wind in die umliegenden Wohngebiete getragen werden können.

„Was ist mit dem Fuhrpark von etwa 25 Fahrzeugen, für den die Hafenfläche, die mit 15 000 Quadratmetern wesentlich kleiner ist als die im Deutzer Hafen?“, fragt Wurzel. Auch Maretzky weiß, dass das Unternehmen händeringend eine weitere Fläche für den Fuhrpark sucht, möglichst in einem nahen Gewerbegebiet.

Das macht die Firma Theo Steil

Die Unternehmensgruppe Steil besteht aus mehreren eigenständigen Unternehmen. Den Kernbereich bildet das Recycling von metallischen Abfällen.

Der Firmenhauptsitz liegt in Trier. An weiteren zwölf Standorten unter anderen in Köln ist das Unternehmen aktiv. Die Firmengeschichte beginnt im Jahre 1924. Damals legte Gründer Theo Steil den Grundstein mit seinem Schrotthandel, verwertete aber auch Textilien und Papierabfälle.

In den 1960er Jahre beschäftigte Steil acht Mitarbeiter. Heute sind allein am Standort Köln 75 Mitarbeiter tätig. An allen 13 Standorten arbeiten 780 Mitarbeiter.

Die Theo Steil GmbH betreibt seit 1989 im Deutzer Hafen einen Metallrecyclingbetrieb zur Behandlung und Lagerung von Eisen- und Nichteisenschrotten. (swa)

 

Februar 2018 - GODING trifft sich mit MdL Oliver Kehrl

Am 19. Februar traf sich der GODING­Vorstand mit Oliver Kehrl, MdL (CDU), und Wasilis Pavegos (CDU), Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen. Herr Kehrl teilte mit, was aus seiner Sicht derzeit wichtige Punkte für Godorf sind. Er sprach die Notwendigkeit eines neuen Fußballplatzes als Ersatz für den jetzigen auf dem Shell Gelände an. Außerdem teilte er mit, dass die Baumaßnahmen für ein neues Gaskraftwerk auf dem Shell Gelände ab 2019 zu einer größeren Verkehrsbelastung führen werden.

Weitere Themen wie der Zustand der Bonner Landstraße und der P+R-Platz am Godorfer Bahnhof waren Gesprächsgegenstand, ebenso die Taktung der Linie 16. Ziel sei, den P+R-Platz für Pendler attraktiver zu gestalten, auch sollte dieser mit mehr Beleuchtung versehen werden. Oliver Kehrl klärte weiterhin darüber auf, dass die A4 achtspurig werden solle, sodass auch die Rodenkirchener Brücke entsprechend saniert werden würde.

Der Vorstand wies überdies nochmals auf die Problematik eines fehlenden Bürgersteiges/Radweges auf Teilen der Bunsenstraße hin. Oliver Kehrl regte an, weiter im Gespräch zu bleiben.

Siehe auch https://www.facebook.com/okehrl/posts/1504253079874300:0

 

 

17.02.2018 - Nachtrag Passivmessstellen

Wie hier am 23.01.2018 berichtet, wurden in Godorf und im Hahnwald zwei Passivsammler installiert. Mit diesen kann die mittlere monatliche (Benzol)-Luftschadstoffbelastung erfasst werden. Das Erfassen des tagesaktuellen, gegebenenfalls den Grenzwert überschreitenden Benzolgehalts der Luft ist damit nicht möglich, dafür wäre eine AKTIVE Messstelle erforderlich.

Ob zusätzlich mit einer solchen noch zu rechnen sei, war bislang offen. Wie nun am 15. Februar im Kölner Stadtanzeiger zu lesen war, wurde dem auf Initiative der GODING Anfang 2017 erfolgten Antrag der Bezirksvertretung Rodenkirchen, eine aktive Messstelle einzurichten, nicht entsprochen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) könne keine den Luftbenzolgehalt kontinuierlich erfassende Messgeräte zur Verfügung stellen.

Damit besteht weiterhin keine Möglichkeit, den immer wieder, abhängig von Windrichtung und -stärke, und teilweise mehrtägig auftretenden tatsächlichen Benzolgehalt der Luft, wahrnehmbar durch intensiven Benzolgeruch, zu erfassen. Gleiches gilt bei einem Störfall.

Godorf liegt laut Kölner Klimafunktionskarte im Stadtklima III mit zeitweise hoher Schadstoff-belastung. Für die in Godorf vorherrschenden Windverhältnisse kann man die Daten der Messstelle Köln-Wahn übernehmen, der einzigen derartigen Messstelle im Kölner Raum. Danach treten prozentual Südost- und Ostwinde häufiger auf als Winde aus anderen Richtungen. Das heißt, dass insbesondere bei niedrigen Windgeschwindigkeiten und Windstille Godorf den Hauptteil der Shell-Emissionen abbekommt. 

 

 

13.02.2018 - Lärmsanierung im Godorfer Autobahnbereich

 

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen ( Strassen NRW) informiert, dass  Lärmsanierungen auf folgenden Abschnitten der Autobahn 555 durchgeführt werden:

- zwischen Anschlussstelle Köln-Rodenkirchen und Anschlussstelle Köln-Godorf: Bau einer Lärmschutzwand im Bereich Köln-Godorf, Fahrtrichtung Wesseling, voraussichtliche Bauzeit von 1. Quartal 2018 bis 1. Quartal 2019

- zwischen Anschlussstelle Bornheim und Autobahnkreuz Bonn-Nord: Bau einer Lärmschutzwand im Bereich Bonn-Tannenbusch, voraussichtliche Bauzeit vom 2. Quartal 2018 bis 1. Quartal 2019 

​- zwischen Anschlussstelle Köln-Godorf und Anschlussstelle Wesseling: Lärmsanierung Anschlussstelle Wesseling bis L184, voraussichtliche Bauzeit von 3. Quartal 2018 bis 2. Quartal 2019 

(Chr. St.)

 

13.02.2018 – Auch Shell ist an einem Lebensmittelmarkt in Godorf interessiert

Seit nunmehr 6 Wochen vermissen die Godorfer und viele Anwohner der umliegenden Ortsteile die Einkaufsmöglichkeit im Godorfer EDEKA-Markt, der zum Jahresbeginn geschlossen wurde. Bislang zeichnet sich kein Ersatz oder ein Neubau für den zugegeben maroden Zustand der EDEKA-Filiale ab.

In Godorf kursiert(e?) das Gerücht, eine Modernisierung des Marktes sei an einem Veto der Shell Rheinland Raffinerie gescheitert.

Bereits Anfang des Jahres nahm Jan Zeese, Sprecher der Shell dazu Stellung. Auch die Shell sei an Einkaufsmöglichkeiten vor Ort für ihre Mitarbeiter interessiert.

Zeese führte aus, dass bei einem Umbau an dieser SteIle bestimmte Voraussetzungen zu beachten wären, da unter anderem Rohrleitungen mehrerer Energieunternehmen unter dem Grundstück verlaufen und diese nicht uneingeschränkt überbaut werden können. Dies sei jedoch nicht ungewöhnlich und ließe sich regeln. Die Liegenschaftsabteilungen beider Unternehmen seien dazu im Gespräch. Aus Sicht von Shell gäbe es kein Veto und auch keinen grundsätzlichen oder unüberwindbaren Einwand gegen einen Umbau oder eine Modernisierung. 

 

 

23.01.2018 - Zwei zusätzliche Passivmessstellen in Godorf

 

Am 23. Januar 2018 trafen sich an der Grundschule in Godorf Mitarbeiter des für Anbringung, Wartung und Auswertung von Umweltmessstellen zuständigen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), des Umweltamts der Stadt Köln, sowie Herr Heinzl-meier (Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen) und die GODING. 

Dort wurde der derzeitige IST-Zustand hinsichtlich Messung von Luftverunreinigungen von Herrn Heinzlmeier vorgetragen. Er wies noch einmal auf den vor genau einem Jahr von der Bezirksvertreterversammlung Rodenkirchen beschlossenen Antrag auf Wiedereinrichtung einer Aktivmessstelle für Godorf hin. Eine solche befand sich vor etlichen Jahren bereits an der Grundschule Godorf. 

In Gesprächen mit dem Umweltamt der Stadt Köln einigte man sich darauf, noch zwei weitere Passivmessstellen in Godorf anzubringen. Goding schilderte den beiden LANUV Mitarbeitern detailliert die Gefahrenquellen hinsichtlich der Stoffe, die in rund um Godorf befindlichen Industrieanlagen zum Einsatz kommen.

Bei der anschließenden Besprechung wurde entschieden, eine Messstelle (Passivsammler) an der Godorfer Hauptstraße/Otto-Hahn-Straße und eine am Kiesgrubenweg/Judenpfad anzubringen. Die Passivsammler werden alle vier Wochen ausgetauscht, d.h. die Messröhrchen werden entnommen, durch neue ersetzt und vom LANUV in Essen ausgewertet. Die Messwerte werden auf der LANUV Homepage veröffentlicht.

Der Jahresmittelwert der gemessenen Benzolwerte darf fünf Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten.

(Text und Bilder: H. Faller)

 

16.01.2018 - Stefan Ebert "Das Abebben der Aktivitäten im Dorf ist sehr bedenklich" 

Interview mit dem GODING-Vorsitzenden im Kölner Stadtanzeiger von Ulrike Süsser 

 

Foto: Süsser

 

Herr Ebert, Sie sind berufstätig und studieren. Haben Sie überhaupt noch Zeit, sich als Goding-Vorsitzender zu engagieren?

Es ist tatsächlich eine deutliche Mehrbelastung. Aber ich fühle mich mit Godorf und mit Goding verbunden. Schon mein Großvater war beim Verein aktiv. Ich selbst bin 2015 eingetreten, war zunächst Schatzmeister. Mit meinem Stellvertreter Horst Faller habe ich viel Unterstützung. Er hat einen sehr guten Draht zu den Godorfern und zu den Vereinen, zum Beispiel zu den Schützen, die eine wichtige Rolle in Godorf spielen. Als erstes will ich versuchen, dass wir für 2018 ein Sommerfest zustande bringen.

Wofür steht Goding?

In erster Linie für den Erhalt und die Verschönerung des Ortes. Aber wir sind auch Ansprechpartner und "Meckerecke" und eine Art Kommunikationskanal zwischen Bürgern und der angrenzenden Industrie. Vor allem zu Lyondell-Basell haben wir gute Kontakte. Vor kurzem hat der Chemie-Konzern unserer Interessengemeinschaft 5000 Euro gespendet. Das Geld geben wir ans Dorf und die Vereine weiter.

Godorf ist ein kleiner Stadtteil mit großen Problemen. Könnte man das so sagen?

Sehr bedenklich ist das Abebben der Aktivitäten im Dorf. Unser einziger Supermarkt hat vor kurzem zu gemacht, wir haben außer dem Restaurant Godorfer Mühle und einem Steakhaus keine Lokale. Goding hat nur wenige tatsächlich aktive Mitglieder und keinen Nachwuchs. Das ist auch ein Grund, warum ich mich als junger Mensch für Godorf einsetze. Natürlich sind wir von Großindustrie wie Shell, Lyondell-Basell, dem Hafen umzingelt. Entsprechend sind wir direkt und hautnah von Vorfällen betroffen, ich denke nur an den Naphtha-Schaden 2015 bei Basell oder andere Umweltereignisse bei Shell. Daran sind aber die Godorfer gewöhnt, so hart das auch klingt.

Was braucht Godorf?

Einen attraktiven Versammlungs- und Anlaufort, der von allen Godorfern, vor allem auch von jungen Leuten angenommen wird. Dann käme auch wieder neuer Schwung ins Dorf und ins Vereinsleben. Davon bin ich überzeugt. Schließlich wird derzeit viel gebaut, zum Beispiel an der Buchfinkenstraße. Eine neue Kita wurde vor kurzem eröffnet, die Grund- und die Realschule laufen gut. Das sind die positiven Trends.

 

Zur Person

Stefan Ebert ist seit März der erste Vorsitzende der Godorfer Interessengemeinschaft Goding e.V. Der 30-jährige Immobilienkaufmann und Student für Wirtschaftsrecht ist in Godorf geboren und aufgewachsen. Inzwischen lebt er in Innenstadt, kümmert sich dennoch um die Belange in Godorf, wo seine Familie wohnt. (süs)

Quelle: https://www.ksta.de/29490494 ©2018

 

 

02.01.2018 - Update: Ansiedlung des Schrotthändlers Steil GmbH in Godorf

Monate nach einer Veranstaltung vom 15.09.2017 hat die Theo Steil GmbH das Protokoll ins Netz gestellt: www.steil.de/fileadmin/user_upload/08-godorf/Protokoll_Vorstellung_Godorf_O__ffentlichkeit_15.09.17.pdf

Welchen Stellenwert die Steil GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Dr. Satlow, der Öffentlichkeitsinformation beimisst (und mit welcher Arroganz), lässt sich an Satlows Replik auf die Fragen des GODING Beiratsmitglieds Theo Krümmel erkennen:

Warum nicht in Godorf, warum zu dieser Zeit?

Antwort 1:  

Wir brauchen einen Raum für eine Anzahl von 10–100“ (anwesend waren 17 Teilnehmer – wen wundert’s angesichts Zeit und Ort der Veranstaltung).

Antwort 2:

Grundsätzlich steht die Möglichkeit frei jederzeit die Öffentlichkeit zu beteiligen, d. h. für diese Veranstaltung gibt es keine Vorgaben seitens der Behörden. Es obliegt uns, wie wir das machen. ... Man muss den Startpunkt setzen, was wir hiermit getan haben. Dass die entsprechende Uhrzeit den meisten Bürgern nicht passt, mag sein, das nehmen wir natürlich zur Kenntnis und werden es für die nächste eventuelle Veranstaltung wohlwollend berücksichtigen. Falls sich heute rausstellen sollte, dass nicht so viele interessante bzw. relevante Punkte dabei sind, ist ein zweiter Termin eventuell nicht nötig.

 

 

05.01.2018 – Godorf bekommt zwei Benzolpassivsammler

 

Wie am 29.01 2017 auf unserer Seite berichtet, beschloss die Bezirksvertretung Rodenkirchen Anfang des Jahres: „Die Verwaltung wird gebeten, zu prüfen, ob in Godorf eine kontinuierlich aktive Messstelle für Benzol-Schadstoffe zur Überwachung der Luftqualität errichtet werden kann.“ 

Die Stadt Köln hat durch Vermittlung von Herrn Heinzlmeier, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen, mitgeteilt, dass das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zugesagt hat, für das kommende Messjahr zwei Benzolpassivsammler zur Verfügung zu stellen, die in Godorf eingesetzt werden können. 

Die Entscheidung des LANUV ist prinzipiell zu begrüßen. Offen ist jedoch, ob dies aufgrund des o.a. Antrags erfolgt ist. Dies wäre ansonsten die absolute, wenig aussagekräftige Minimallösung. 

Der damalige Antrag auf Wiedereinsetzung einer AKTIVEN Messstelle wurde damit begründet, dass mit passiven Messstellen lediglich ein über ein Zeitintervall verschmierter Schadstoff-Mittelwert registriert werden kann. Zeitlich begrenzte, grenzüberschreitende und gesundheitsgefährdende Schadstoffausstöße sind somit nicht nachweisbar. Eine zeitnahe Warnung der Bevölkerung ist ausgeschlossen. 

Sollte das LANUV ausschließlich passive Messstellen zur Verfügung stellen, jedoch keine aktive Messstelle wie beantragt, so kann dies nur mit Unverständnis und Bedauern zur Kenntnis genommen werden. 

Solange es weiterhin keine akuten Messwerte gibt, kann aufgrund der verschmierten Mittelwerte die Shell Rheinland Raffinerie gegebenenfalls mit Fug und Recht behaupten, unterhalb der kritischen Belastungsgrenzen zu bleiben.

 

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